18 Januar, 2010 17:15
Interessengemeinschaft probt den Aufstand - Berliner Strasse soll nicht verschandelt werden
Geschrieben von goerlitz21 in [IG Historisches Görlitz][0 Kommentare] | [0 Trackbacks]
Die neu unter dem Namen
Interessengemeinschaft Historisches Görlitz firmierende ehem. IG Historische
Berliner Strasse erhält die Forderungen nach einer einheitlichen Gestaltung der
Berliner Strasse mit einer an die Gründerzeit angelehnten Gestaltung des historischen
Bildes der Straße aufrecht. Für viele GörlitzerInnen und bei den Förderern der
Stadt steht Görlitz als Beispiel für einen behutsamen Umgang mit dem reichen
Architekturerbe. Die Berliner Strasse soll nicht verschandelt werden, sind sich
alle Mitglieder der letzten IG Versammlung einig, insbesondere vor dem
Hintergrund der Bewerbung von Görlitz um Aufnahme in den Rang einer UNESCO
Welterbestätte. Görlitz hat mit seiner Gründerzeitlichen Innenstadt ein unverwechselbares Bild. Das Alleinstellungsmerkmal jetzt durch Beton und Beliebigkeit zu zerstören lehnt die Interessengemeinschaft konsequent ab und droht mit einem Bürgerbegehren.
Die Interessengemeinschaft spricht sich für eine Görlitz typische Gestaltung
der Gehwege und des Straßenbereiches aus, die die historischen Züge aufgreift.
Durch die Auswahl einiger passender Granitbeläge in Anlehnung an die frühere
historische Gestaltung würde die Berliner Straße optisch erheblich gewinnen
können, als mit den jetzigen geplanten neuen Strassenbelägen. Allein die im
Stadtbild bereits verwendete Görlitzer Platte könnte eine Alternative zur
schlichten Betonvariante darstellen und eine für alle Seiten befriedigende
Lösung sein. Die Mitglieder der IG behalten sich vor ein Bürgerbegehren zu
initiieren, notfalls werde man nicht davor zurück schrecken den Bauabschnitt
oberer Berliner Strasse historisch zu gestalten und gegen die untere Berliner
Strasse abzusetzen. Das Gesicht der Innenstadt mit seinen Gründerzeitfassaden
steht auf dem Spiel mahnen die Mitglieder eindringlich gegenüber Stadträten und
Verwaltung. Es muss darum gehen eine neue Qualität zu erreichen. Mit dem nahen Umbau des Postplatzes und der Jakobstrasse laufe die Stadt Gefahr den Sammelkasten der Moderne (mit neumodischer Strassenbeleuchtung und beliebigen Stadtmöbeln) über weitere Bereiche
der zentralen Innenstadt streuen zu müssen. Längst sind die Pläne gemacht um auch die angrenzenden Strassen und Plätze modern und damit teuer und vor allem Rufschädigend umzugestalten. In einer deutschlandweiten Aktion soll nun auf die derzeitigen Planungen vor
allem für die obere Berliner Strasse hingewiesen werden und Gönner für Görlitz
gewonnen werden sich für einen behutsamen Umgang mit dem architektonischen Erbe
auszusprechen.
