Verfallende Häuser gibt es in Görlitz trotz der schön sanierten und restaurierten Innenstadt nach wie vor ausreichend – ebenso wie Bemühungen, wenigstens einen Teil davon am Leben zu erhalten. Einen eher ungewöhnlichen Weg wählt eine Gruppe von Görlitzern, die sich unter der Bezeichnung „goerlitz21“ zusammengeschlossen haben: Sie wollen mit der Nutzung eines der maroden Gebäude ein Fanal setzen gegen den Verfall, der große Teile der historischen Bausubstanz in der Stadt bedroht. (weiter)

Julius Liebstein Die Schlüssel für die Berliner Straße 42 haben Daniel Breutmann und Christoph Bayer schon seit ein paar Wochen. Jetzt legen der Vorsitzende des „Goerlitz 21“-Vereins und sein Stellvertreter in dem unsanierten Gebäude neben dem einstigen Hotel „Görlitzer Hof“ richtig los. Mit einem Teil der 13 Vereinsmitglieder entmüllen sie das Erdgeschoss. Demnächst wollen sie auch das Parkett reinigen und den Stromanschluss wieder herstellen.„Wir möchten das Gebäude zum ersten Wächterhaus der Stadt machen“, sagt Daniel Breutmann. Das Wächterhaus-Prinzip ist einfach und heißt „Hauserhaltung durch aktive Nutzung“: Der Besitzer stellt sein leeres Gebäude anderen Leuten, oft Künstlern, mietfrei zur Verfügung. Die Nutzer sanieren es nicht, aber sie kümmern sich darum, dass es nicht weiter verfällt. So ist beiden Seiten geholfen.  (weiter)

"Görlitzer Friedhof ist zu groß für die Stadt" titelt die Görlitzer Zeitung. Nur die Hälfte der Fläche des Städtischen Friedhofes ist noch belegt als Folge des Görlitzer Einwohnerrückgangs. Die 2,5 Kilometer lange Friedhofsmauer steht unter Denkmalschutz, es heisst man könne desweigen nicht einfach einen Teil des Friedhofs auszugliedern. Zudem seien die leeren Flächen meist zerstückelt und lägen auch nicht am Rand. Wieso nicht also die Schrumpfung der Stadt Görlitz in dieser Sicht hinnehmen, gesund schrumpfen, damit die Stadt eine Zukunft hat?

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Wieder einmal will sich das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) in seiner Magazinreihe „Bürger, rettet eure Städte“ unter anderem mit Görlitz beschäftigen. Vor der Kamera will Werner von Bergen mit  Investoren, Stadtplaner, Denkmalpfleger vor dem Bevölkerungsschwund in Ostdeutschland ins Gespräch kommen.

Görlitz verzeichnet neben den verbleibenden Alten auch noch zahlreiche Senioren aus Westdeutschland , die im Alter in die Neißestadt umziehen. Den Leerstand will von Bergen ebenfalls diskutieren. goerlitz21 hat in einem Schreiben an das ZDF angefragt die durch den Verein angestossene Wächterhausinitiative mit in das Programm aufzunehmen. Alternativen, wirtschaftlich tragfähige Nutzung von Leerstand, das gehört auch dazu sind sich die Mitglieder des Vereins einig.

So soll das Haus Fischmarktstr. 5 in den kommenden Monaten und Jahren durch die Mitglieder und mit Unterstützung der Freunde und Förderer des Verein goerlitz21 als ein fester Ort für die Off-Kulturszene, Klein- und Kleinstgewerbe nutzbar gemacht werden. Für beide Häuser, Fischmarktstr. 4 und Fischmarktstr. 5, steht der Verein mit dem Eigentümer kurz vor dem Abschluss der Kaufverhandlungen.
Der Vereinsvorstand begrüsst ausdrücklich die Ankündigung der Unteren Denkmalschutzbehörde, Denmale in Görlitz vor wilder Plakatierung zu schützen. Nicht ganz uneigennützig, erfähren doch die Immobilien auf der Berliner Str. und Brüderstr. damit Aufwertung was ihre Nutzung als Show-Case anbelangt. Über Form und Umgangssprache der Behörde Zuwiderhandlungen im Görlitzer Stadtbild zu ahnden, liesse sich dennoch sachlich streiten. Mit dem Theater Görlitz, dem Kulturservice und anderen Kulturveranstaltung verbindet der Verein bereits jetzt intensiv das Interesse für Veranstalrungswerbung die Ladenfenster zur Verfügung zu stellen. Auch der ZUG DER ERINNERUNG ist im Vorfeld tatkräftig beworben worden. Leerstand zu nutzen, alternative Wege aufzuzeigen und auf die bewegende Kraft von Kunst und Kultur zu setzen, ganz klar eine Ziel des Vereins.  (weiter)

Im Jahr 2008 hätte Olivier Messiaen seinen 100. Geburtstag. Von diesem Zeitpunkt an – mit einem visionären Projekt um den Komponisten als Impulsgeber – sollen sich im MEETINGPOINT MUSIC MESSIAEN auf dem Gelände des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers StaLag VIII a die Jugendlichen Europas treffen.

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Der Wettbewerb "365 Orte im Land der Ideen" unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler geht 2008 in die dritte Runde. Im Schaltjahr 2008 werden die Standortinitiative "Deutschland - Land der Ideen“ und die Deutsche Bank sogar "365 plus 1" Ideenschmieden als "Ausgewählte Orte" auszeichnen. Gesucht werden "Orte", die mit Leidenschaft Ideen entwickeln und zukunftsweisend umsetzen. Wir bewerben uns jetzt! www.365-orte.land-der-ideen.de
Attraktiv ist eine Stadt für ihre Bewohner und Besucher dann, wenn es in ihr ein breites Spektrum an Angeboten gibt. In Görlitz-Zgorzelec sind das in erster Linie das schöne Stadtbild, die Landschaft rund um die Stadt und natürlich auch die vorhandene Kultur- und Veranstaltungsszene.
In Görlitz ist die kulturelle und touristische Attraktivität der Stadt zu einer Schlüsselgröße der Identitätsfindung und Wertschöpfung geworden. Besonders in den Segmenten Städte- und Kulturtourismus kann die Stadt Görlitz seit Jahren ein Wachstum verzeichnen. Sowohl die Zahl der Tagesbesucher als auch die Zahl der Übernachtungen weist in beiden Städten innerhalb der letzten beiden Jahre eine deutliche Steigerung auf.

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Der Film "Neuland" zeigt Landschaften, die nicht mehr blühen.
Es erinnert an Monopoly mit neuen, erweiterten Spielregeln: "Immobilie zu verkaufen!" könnte eine häufige Aktionskarte sein. Eine weitere: "Sie sind arbeitslos. Gehen Sie nicht über Los und und bekommen damit in diesem Monat keine neue Stelle vermittelt". Wer kann, spielt nicht mehr mit, zieht weg - und den Bleibenden fehlt das Geld, um Straßen und Immobilien zu kaufen. Einige - die schon einige Spielrunden nicht mehr über "Los" durften - tragen T-Shirts, auf denen steht: "Die Überflüssigen".

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Görlitz ist weiter als Leipzig, sagt der Stadtplaner. Die Messestädter seien schon oft in Görlitz gewesen, um sich die vorbildliche Stadtsanierung anzusehen. Trotzdem ist Leipzig weiter als Görlitz, sagt der Vereinsmitbegründer. Dort gibt es mit dem HausHalten e.V. längst einen Verein, der sich dem Leerstand alter Häuser angenommen hat. In Görlitz wird ein solcher gerade erst gegründet: goerlitz21 e.v.

 

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