Für die Nutzung der Resource in der Joliot-Curie/Ecke Johannes-Wüsten-Straße als Kulturhaus für Vereine und Initiativen gibt es kein finanziell tragbares Konzept. Das ist eines der Ergebnisse des Kulturstammtisches, der am Donnerstagabend im Ratscafé stattgefunden hat. „Nur sieben Interessierte haben den entsprechenden Fragebogen ausgefüllt“, fasste Jazztage-Organisator Friedemann Dreßler vom Kulturzuschlag-Verein zusammen. Zwar hätten alle Ausfüllenden angegeben, dass sie teilsanierte Räume zwischen 200 und 400 Quadratmeter Nutzfläche suchen, über den Umfang der Gesamtkosten für die Reaktivierung der Immobilie schien am Abend niemand informiert zu sein.

Überdies blieb fraglich, wieso gerade das von der Görlitzer Resourcegesellschaft in der Mitte des 19. Jahrhunderts gebaute imposante Gebäude in die Diskussion geraten war. Das Objekt steht zum Verkauf durch die Stadt. Ein bereits vorhandenes Nutzungskonzept in Zusammenhang mit den umliegenden Objekten stimmt positiv das städtische Quatier nachhaltig zu entwickeln.
Bis in die Nachwendezeiten vom Fachbereich Informatik der Hochschule in Görlitz genutzt, war das Kulturhauptstadtbüro zuletzt 2006 Mieter auf Zeit mit der Ausstellung "virtuelle Stadt". Wie so viele Gebäude fristen seitdem die beiden Ballsäle im Obergeschoss ein tristes Dasein.